Stadtboden - ein Zeugnis der SiedlungsgeschichteJahrhunderte der Siedlungsgeschichte machen Stadtböden zu Böden mit Geschichte. Innerstädtische Flächen sind geprägt durch historisch bedingte Nutzungswechsel aufgrund gesellschaftlichen Wandels, Brandfällen, Abriss von leerstehenden Gebäuden und/oder Kriegsschäden; geprägt durch Nutzungswechsel von Industrie, Gewerbe, Handwerk und Wohnen. Aus diesen Gründen sind Stadtböden in den meisten Fällen mehr oder weniger verunreinigt. Die Anforderungen an die moderne Stadtplanung setzen die Wiedernutzung von bereits genutzten Flächen voraus. Politischer Wille auf Landes- und Bundesebene ist die Forcierung der Innenentwicklung. Daher treffen Kaufinteressenten von innerstädtischen Grundstücken oder Häusern in vielen Fällen auf Böden, die mit "Auf Eggen" vergleichbar sind. Allerdings erhält der private Bauherr mit einem Grundstück auf dem Stettener Buck einen wesentlichen Vorteil - sein Baugrundstück ist sehr gut erkundet und für die Bebauung von uns bereits hergerichtet. |
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Der Boden "Auf Eggen"In den 60er und überwiegend in den 70er Jahren wurden die durch den Lehmabbau entstandenen Gruben verfüllt. Im Auffüllmaterial "Auf Eggen" gibt es so genannte Schadstoffe, was hauptsächlich durch den Bauschuttanteil im Auffüllmaterial verursacht wird. Eine Gesundheitsgefährdung besteht dadurch nicht. Der Bauschuttanteil führt lediglich dazu, dass ausgehobenes Material nicht auf einer reinen Erddeponie entsorgt werden kann. Die dadurch anfallenden Mehrkosten trägt die Planungs- und Projektentwicklungsgesellschaft Dr. Eisele mbH (PPE). Alle Fragen zu Auswirkungen des Auffüllmaterials auf eine Wohnbebauung sind Gegenstand eines vom Landratsamt Lörrach für rechtsverbindlich erklärten Sanierungsplans nach § 13 BBodSchG, der wiederum Bestandteil des Bebauungsplans ist. Während des Bebauungsplanverfahrens wurde von Anliegern eine Bürgerinitiative gegründet, die insbesondere um Aufklärung von Fragen zum Auffüllmaterial, zum Grundwasser, zur Baustellenlogistik und der Erschließungssituation bat. Von der Bürgerinitiative aufgeworfene Anforderungen und Änderungsvorschläge für das zukünftige Wohngebiet wurden in das Verfahren eingebracht und wo sinnvoll aufgegriffen. Der eingebrachte Fragenkatalog konnte durch das Landratsamt, einen öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen für Altlastenfragen, die Stadtverwaltung Lörrach und durch unsere eigenen Sachverständigen gelöst werden. ![]() Das Auffüllmaterial stellt - selbst bei direktem Kontakt - keine Gesundheitsgefahr für Menschen dar. Dennoch wird es zusätzlich mit Mutterboden (Fremdmaterial) überdeckt. Das Auffüllmaterial führt auch nicht zu indirekten Gefahren beim Verzehr von selbst angebautem Obst und Gemüse. Das BBodSchG unterscheidet für den Wirkungspfad Boden - Mensch nach Sensibilität des Schutzguts. Kinderspielflächen gelten hierbei als die sensibelsten Flächen, somit sind die Prüf- und Maßnahmenwerte am schärfsten ausgelegt. Die durchschnittlichen Schadstoffgehalte im Auffüllmaterial der früheren Lehmgruben sind so niedrig, dass sie sogar unterhalb der Werte für Kinderspielflächen liegen. Im Hinblick auf das Grundwasser fanden bis Juni 2006 gesonderte Untersuchungen für "Auf Eggen" statt. Bereits im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens wurde geklärt, dass aufgrund des hohen Abstands zwischen der Wohnbebauung und dem Grundwasser (Tiefe > 25 m) keine negativen Wechselwirkungen stattfinden. Die Ergebnisse der Grundwasseruntersuchungen ergaben keine besonderen Auffälligkeiten. Das Grundwasser ist nicht gefährdet und muss daher auch nicht saniert werden. HaftungsfragenEs gibt kein Risiko für Eigentümer von Wohngrundstücken infolge des Auffüllmaterials. Die Haftung für alle Altlastenbelange liegen bei der PPE. Mehrkosten, die aufgrund des Auffüllmaterials aus Erschließungsflächen und Baugruben entstehen, werden ebenfalls von der PPE übernommen. |
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